Geld sparen mit dem
richtigen Kennzeichen

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Kaum startet die Saison, stellt sich vielen Oldtimer-Besitzern wieder die knifflige Frage: Welches Kennzeichen soll ich nur nehmen? Das H für historische Automobile, die Saison-Genehmigung - oder doch besser ein ganz normales Schild? OCC-Experte Marco Wenzl sagt Ihnen, welches Kennzeichen Sie brauchen und wie Sie mit dem richtigen Nummernschild sogar Geld sparen können.

Reguläres Kennzeichen

Vorteil: Keine Einschränkung, das Fahrzeug muss nicht dem Original entsprechen, wie z. B. bei H-Kennzeichen. Keine H-Abnahme erforderlich

Nachteil: Darf nicht in Umweltzonen fahren, wenn nicht die entsprechenden Abgaswerte erfüllt werden.

Vorsicht: Wird das Fahrzeug kurzfristig abgemeldet (stillgelegt), sollte man sich unbedingt sein Kennzeichen reservieren, weil es mit der Stilllegung erlischt. Reservierungen gelten bis zu einem Jahr

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H-Kennzeichen

Vorteil: Niedrige pauschale Steuer von 192 Euro, Befahren von Umweltzonen erlaubt. Fahrzeug hat einen besonderen Status mit dem H-Kennzeichen, da es dem Original entspricht. Der Halter hat keine Pflicht, seine Fahrten zu dokumentieren oder ein Pflichtenheft zu führen. Keine Einschränkung in der Fahrzeugnutzung.

Nachteil: Für Fahrzeuge mit kleinerem Hubraum (z.B. BMW Isetta) ist das H-Kennzeichen durch die Pauschalsteuer von 192 € zu teuer. Regelmäßige TÜV Untersuchung, Abnahme nach §23 StVO erforderlich, somit zusätzlicher Aufwand

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Saison-Kennzeichen

Vorteil: Man zahlt z.B. bei OCC nur für den Zeitraum die Versicherung, in dem das Fahrzeug auch aktiv genutzt wird. Andere Oldtimerversicherungen berechnen einen kompletten Jahresbeitrag. Auch die Kfz-Steuer wird nur anteilig fällig. Und: Bei OCC hat der Kunde im Ruhezeitraum beitragsfreien Versicherungsschutz.
Nachteil: In den Monaten des Ruhezeitraumes darf der Halter das Fahrzeug nicht auf eigener Achse fahren. Regelmäßige TÜV-Untersuchung nötig, Abnahme nach §23 StVO erforderlich, somit zusätzlicher Aufwand

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07-Kennzeichen

Vorteil: Lohnt sich für Kunden mit mehr als zwei Fahrzeugen, bedeutet, man nutzt ein Kennzeichen für mehrere Fahrzeuge. Die technische Abnahme ist nur bei Beantragung vorzuweisen, der Besitzer spart sich alle zwei Jahre die technische Untersuchung. Das Kennzeichen kann für alle Fahrzeugarten verwendet werden. Teilnahme an Oldtimertreffen sind wieder erlaubt (Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt sein)

Nachteil: Man kann immer nur ein Fahrzeug bewegen. Kennzeichen ist nur für Bewegungs- und Erprobungsfahrten, alltägliche Fahrten wie Einkaufen, der Weg zur Arbeit etc. sind untersagt.


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06-Kennzeichen

Vorteil: Freies Kennzeichen, kann für Überführungs-, Test- und Probefahrten eingesetzt werden, für mehrere Fahrzeuge und Fahrzeugarten anwendbar. Dieses Kennzeichen ist für Gewerbetreibende wie Werkstätten und Autohäuser vorbehalten. Fahrzeuge müssen keinen TÜV haben, aber im technisch gepflegten Zustand sein.
Nachteil: Jede Fahrt muss in ein Pflichtenheft eingetragen werden. Bei nicht ordnungsgemäßer Pflege kann das Kennzeichen entzogen werden und hat ein Bußgeld zu Folge.

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Kombination H- und Saison-Kennzeichen

Vorteil: Sonderstatus wie bei H-Kennzeichen und die Vorteile des Saisonkennzeichens, außerdem verringert sich auch hier die Pauschalsteuer auf die tatsächlich genutzten Monate. Bis auf den Saisonzeitraum gibt es keine Einschränkung in der Nutzung wie z. B. mit dem Auto zur Arbeit oder Einkaufen fahren.
Nachteil: Bestehende Wunschkennzeichen müssten ggf. getauscht werden auf Grund der Zeichenlänge und dem Zusatz H und Saisonzeitraum, der auf das Kennzeichen geprägt wird. Abnahme nach §23 StVO erforderlich, somit zusätzlicher Aufwand. (dr)

Titel-Foto: Nastogadka/Pixabay

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