Grusel-Spaß an Halloween
Die 10 schrecklichsten Autos aller Zeiten

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Wahre Schönheit kommt von Innen, sagt man. Oder: Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Das gilt für Menschen - aber auch für Autos. Da gibt es Fahrzeuge, die so merkwürdig aussehen, dass man sich fragt, ob die Designer wirklich immer ganz nüchtern ihrer Arbeit nachgegangen sind.
Irgendwie scheint nichts zu passen, nichts zu harmonieren. Immerhin, gefahren sind sie alle. Und heute zum Teil begehrte Sammlerstücke. Einige dieser Modelle sehen wirklich gruselig aus – passend zum Schocker-Feiertag Halloween. Aber urteilen Sie selbst!
Hier unsere nicht ganz ernstgemeinte und selbstverständlich subjektive Top 10 der skurrilsten (und schrecklichsten) Autos, die jemals gebaut wurden.

Mercedes-Kopie in schlecht: SsangYong Rodius

Als der südkoreanische Autobauer SsanYong via Holland-Importeur Kroymans den mega dicken SUV Musso (deutsch: „Nashorn“) Ende der 1990er Jahre nach Deutschland brachte, runzelten viele die Stirn: Hübsch geht anders. Noch gewöhnungsbedürftiger geriet der Großraum-Van Ssanyong Rodius (2004-2013). Das sehr schräg abgekupfertes Mercedes-Design (R-Klasse) gefiel in Deutschland nur 331 Käufern.

Ssangyoung rodius ssanyong

Gerupftes Huhn: Suzuki Ignis

Gerade von hinten macht der Suzuki Ignis keine gute Figur. Nach unten geht es in die Breite, die Proportionen erinnern an ein gerupftes Huhn. Die dritte Generation des Suzuki Ignis (ab 2017 auch in Deutschland) geriet recht merkwürdig. Der japanische Mini-SUV (auch Wunsch auch mit Allradantrieb) machte dagegen beim Preis eine gute Figur: ab 14.000 Euro stand der Wagen bei den Händlern.

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Schuhkarton oder Würfel? Nissan Cube

Klein, knuffig, eckig – eben wie ein Karton oder auch Würfel. So stellten sich japanische Fahrzeugbauer den Nissan Cube vor. Meist ist es aber so, dass ein Auto, das so seltsam aussieht, vielleicht doch ganz gut fährt. Auch im Innenraum durften sich die Designer austoben. Die Mulde des Armaturenbretts war mit einem Fransenteppich ausgekleidet. 2011 wurde der Verkauf des Cube in Deutschland eingestellt, in Japan lief die dritte und letzte Generation noch bis 2020 vom Band.

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Breaking Bad: Pontiac Aztek

In fast jeder Folge der weltberühmten Serie “Breaking Bad“ (2008-2013, 5 Staffeln) fuhr Hauptfigur Walter White (Bryan Cranston) seinen Pontiac Aztek. Das Auto, bei dem Designer offenbar keine Lust hatten, symbolisierte das Amerika der Mittelschicht, die in die Armut rutscht. In der Serie wird so der Aufstieg des krebskranken Chemielehrers Walter White zu einem gefürchteten Drogenbaron (Crystal Meth) skizziert. Fürchterlich auch der traurige Anblick des Aztek, der heute natürlich dank Serie Kultstatus genießt.

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Kobold mit Steilheck: AMC Gremlin X

Not macht erfinderisch: Da dem amerikanischen Hersteller AMC (American Motors Corporation, 1957-1984) Ende der 1960er Jahre das Geld für eine Neuentwicklung fehlte, stutzte man kurzerhand den schon vorhandenen AMC Hornet (dt: Hornisse) auf die Länge eines VW Käfer, versah den Wagen mit einem Steilheck und nannte ihn Gremlin („Kobold“). Motoren: 2,0 Vierzylinder – 5,0 Liter V8 (81 - 122 PS).


AMC Gremlin Zwischengas

Nach Kinderzeichnung entstanden? Crosley Super Sport Station Wagon

Der Crosley Super Sport Station Wagon (Baujahr 1950) sieht aus, als hätte man einen vierjähriges Kind gebeten, ein Auto zu malen. Die Zeichnung wurde dann von den Crosley-Designern tatsächlich verwirklicht... Der einzige amerikanische Kleinwagenhersteller seiner Zeit punktete dann immerhin mit dem Hotshot, dem ersten US-Seriensportwagen (1949), der u.a. den Index of Performance in Sebring 1951 gewann.

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Plumper Versuch: AMC AMX

Eigentlich war AMC in der Lage, interessante Modelle auf den Markt zu bringen. Trotzdem verließen auch immer wieder seltsame Kreationen (siehe AMC Gremlin) die Fabrik in Kenosha (Wisconsin). Der AMX war eine kürzere Version des AMX Javelin und wirkte, nun ja, ziemlich plump. Unter der Haube werkelten V8-Motoren bis zu 6,4 Litern Hubraum.


AMC AMX Zwischengas

Der glotzt aber komisch: Subaru 360

Glubschaugen, GFK-Karosserie, Zweitaktmotor: beim Subaru 360 hatten die Japaner nicht gekleckert, sondern geklotzt. Trotzdem wirkte der von 1958 bis 1971 hergestellte Kleinwagen wie eine verunglückte Kopie von VW Käfer und Fiat 500. Das exakt 423 Kubikzentimeter große Maschinchen trieb den in Japan liebevoll Maikäfer genannten Winzling auf bis zu 90 km/h Spitze.

Subaru 360 Zwischengas

Heckscheibe verkehrt rum: Citroën Ami 6

Die umgekehrte Heckscheibe verlieh dem Citroën Ami 6 eine Z-Form. „Damit bleibt sie auch bei Regen sauber und ermöglicht einen großen Kofferraum“, argumentierten die Franzosen. Designer Flaminio Bertoni zeichnete für den gewagten Entwurf verantwortlich. Über 1 Million Exemplare wurden verkauft. Heute ist der Ami 6 ein gefragtes Sammlerstück für Oldtimerfreunde.

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Der Schrecklichste ist Kult: Fiat Multipla

„Ist der schrecklich!“, „Oh mein Gott, wie peinlich!“, „Wie sieht der denn aus?“ – diese Reaktionen löste der Fiat Multipla in der Automobilwelt aus, als er 1999 auf den Markt kam. Besonders die abgesetzte Leiste unter der Frontscheibe, die auch die Scheinwerfer für das Fernlicht beherbergte, sorgte für Erstaunen und Entsetzen. Inzwischen hat sich der Shitstorm gelegt und der Multipla trägt mit Stolz und Würde die Krone des schrecklichsten Autos aller Zeiten. (dr)

Fotos: zwischengas.com | Bruno von Rotz | Nissan | General Motors | Stellantis B.V. | SsangYong | Subaru | Suzuki

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