A

Wie OCC mit der Corona-Krise umgeht

Beitrag teilen

Wie OCC mit der Corona-Krise umgeht

Von Désirée Mettraux*
Während ich Ihnen diese Zeilen hier schreibe, sitze ich bei mir zu Hause im Home Office. Genau wie alle unsere 90 Mitarbeiter, genau wie inzwischen Millionen deutsche Arbeitnehmer.
Die weltweite Corona-Seuche legt das öffentliche Leben lahm. Büros, Geschäfte, Fabriken, Kindergärten, Schulen, Universitäten und Theater sind geschlossen.
Was bedeutet das alles für die Versicherungswirtschaft?
Man kann schon jetzt sagen: Die Corona-Krise wird der größte Beschleuniger der Digitalisierung in der Branche sein! Die Pandemie zwingt jetzt alle Unternehmen, flexibel und mobil zu sein. Wer sich der Digitalisierung jetzt immer noch verweigert, setzt seine wirtschaftliche Existenz aufs Spiel.
Für uns als mittelständisches Unternehmen ist diese Extremsituation eine riesige Bewährungsprobe.
OCC ist der führende Anbieter von Spezialversicherungen für klassische Liebhaberfahrzeuge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir haben über 120.000 Kunden. Sie wollen neue Angebote für Versicherungen oder ihren Vertrag ändern, möglichst schnell und akkurat. Auch in der Krise müssen wir für unsere Kunden erreichbar sein und unseren Job machen.
Dabei hat uns eine Entscheidung aus dem letzten Jahr sehr geholfen. Damals, im Juli 2019, hatten wir beschlossen, den Weg der konsequenten Digitalisierung zu gehen. Das bedeutet, wir hatten schon frühzeitig nach Lösungen gesucht, das Versicherungsgeschäft von den bisherigen Mechanismen zu entkoppeln, es aus der analogen in die digitale Welt zu transformieren. Zu den Maßnahmen der Digitalisierung von OCC gehörten: eine neue Homepage, ein neuer Brand/Logo, ein neues Corporate Design, eine neue Tone of Voice, ein Onlinerechner für Versicherungstarife, die Möglichkeit, eine Versicherung online abzuschließen, Verträge online zu verwalten.
Eine andere Herausforderung war die Ausstattung mit entsprechender leistungsfähiger Hardware. Unsere IT-Abteilung hat hier Großartiges geleistet. Alle Mitarbeiter haben rechtzeitig einen eigenen Laptop mit der individuellen Software bekommen, vom dem sie sich jederzeit an jedem Ort der Welt in das Firmennetzwerk connecten können.
Unsere Sachbearbeiter können so jederzeit Versicherungs-Verträge bearbeiten. Spezielle Kommunikationssoftware verbindet alle Abteilungen, zusätzliche Tools wie Trello oder Zoom erleichtern die Teamarbeit bei Projekten. Videokonferenzen gehören inzwischen zu den täglichen Begleitern. Alle wichtigen und sensiblen Daten sind in einer firmeneigenen Cloud gesichert.
Wie halten wir Kontakt zu unseren Kunden?
Wir kommunizieren mit Kunden über das Telefon, E-Mail oder den Facebook-Chat. Wir informieren Kunden über Kampagnen wie Newsletter oder Mailings. Wir unterhalten Kunden über unser Webmagazin und unsere Social Media-Kanäle wie Instagram, Facebook, LinkedIn, Pinterest, Youtube…
Für all diese Jobs muss niemand mehr im Büro sein. Und auch unsere Kunden können zu Hause bleiben.
OCC hat sich komplett entkoppelt von der analogen Welt und ist dadurch frei, beweglich und kann auf neue Herausforderungen oder Probleme blitzschnell reagieren.
Wie gehen unsere Mitarbeiter mit der neuen Situation um?
Für viele ist der Umzug vom Großraumbüro in die eigenen vier Wände gewöhnungsbedürftig. Ich höre oft von unseren Mitarbeitern, dass das Arbeiten im Home Office durchaus entspannt ist, die Konzentration auf die Aufgaben und Projekte scheinbar leichter fällt. Dennoch fehle ihnen der menschliche Kontakt, der gewohnte Anblick des Kollegen, der am Nachbarschreibtisch sitzt, der kleine Witz zwischendurch, der gut für die Stimmung im Büro ist.
Aber die Bedrohung durch die Corona-Pandemie ist so ernst, dass es derzeit keinen anderen Ausweg gibt, bis sich die Lage wieder beruhigt. Der Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität. Und noch kann niemand abschätzen, wann sich unser Leben wieder normalisiert.
Wir stellen fest, dass wir gut vorbereitet in diese Krise gegangen sind. Und wir spüren jetzt erst recht, dass wir ein Team, eine große Familie sind.
Als wir die Digitalisierung von OCC planten, hatten wir natürlich nicht an so ein Horrorszenario gedacht. Seien wir ganz ehrlich: Auf eine Bewährungsprobe unter diesen Umständen hätten wir gern verzichtet.


* Désirée Mettraux (Foto) ist Vorsitzende der Geschäftsführung von OCC

Désirée Mettraux2 porträt

Das könnte Sie auch interessieren

Norddeutscher sucht Gold-Mercedes: Wo ist Christine?

10. März 2020

Dutzende Such-Anzeigen hat Andreas S. (49) schon aufgegeben. In Oldtimer-Fachmagazinen, bei Facebook und eBay-Kleinanzeigen. Aber seit Jahren gibt es keine Spur von „Christine“...

Mehr erfahren

Der Toyota, der für seinen Namen nichts kann

25. März 2020

Für seinen Namen kann er nichts, trotzdem ist der Toyota Corona echten Oldtimer- und Youngtimer-Freunden ein Begriff. 1971 startete der japanische Autogigant Toyota seinen Vertrieb in Deutschland. Von Köln aus mit zunächst 7 Mitarbeitern beginnt die Toyota-Erfolgsgeschichte in der Bundesrepublik...

Mehr erfahren