Vorsicht im Urlaub: Frankreich hat jetzt KI-Blitzer im Einsatz!
15. Juli 2026 Autor: Dorian Rätzke
Einmal im Jahr lockt das Abenteuer: Die kurvenreichen Passstraßen der Alpen, die sonnigen Küsten Italiens und die malerischen Dörfer Kroatiens warten nur darauf, mit unseren geliebten Klassikern entdeckt zu werden.
Doch Vorsicht: Was als nostalgischer Roadtrip in bester Laune beginnt, kann schnell in einem ärgerlichen Bußgeld-Fiasko enden. So rüstet beispielsweise Frankreich seine Radaranlagen konsequent auf hochmoderne KI-Systeme um. Diese neuen „Super-Blitzer“ erfassen mithilfe künstlicher Intelligenz gleich mehrere Verstöße auf einmal – neben dem Tempo etwa auch den Sicherheitsabstand oder das Smartphone am Steuer.
Auch Italien, Österreich, die Schweiz, Dänemark und Kroatien bitten Temposünder, Falschparker und Co. teils extrem saftig zur Kasse. Unser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die aktuellen Bußgeld-Regelungen (Stand Juni 2026) in den beliebtesten Urlaubsländern. Erfahren Sie, worauf Sie bei der Reise mit Ihrem Oldtimer oder Youngtimer unbedingt achten müssen, damit die Ferien absolut stressfrei bleiben. Denn wenn wir ehrlich sind: Ein Knöllchen-Souvenir in der Landessprache ist nun wirklich kein schönes Mitbringsel …
Die berühmte Promenade des Anglais in Nizza, die sich entlang der azurblauen Küste der Côte d'Azur entlang streckt. Doch Vorsicht vor den neuen KI-Blitzern in Frankreich, die bis zu drei Verstöße gleichzeitig dokumentieren können.
Frankreich: spezielles Rauchverbot im Auto – und neue Super-Blitzer
Auch im Land der Feinschmecker gelten besondere Regeln: So ist in Frankreich die Nutzung von Navigationsgeräten mit Radarwarnfunktionen verboten – das gilt auch für entsprechende Smartphone-Apps (Bußgeld: bis zu 1.500 Euro). Sitzen Minderjährige bzw. Personen unter 18 Jahren mit im Auto, darf nicht geraucht werden. Sonst droht ein Bußgeld in Höhe von 68 Euro.
Achtung: Keine Lichtpflicht, aber eine klare Empfehlung. Anders als manchmal behauptet, gibt es in Frankreich keine gesetzliche Pflicht, tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Es wird jedoch ausdrücklich empfohlen. Bei Regen, Schneefall oder in Tunneln ist Licht Pflicht.
Wichtig: In Frankreich gibt es in vielen Städten Umweltzonen-Beschränkungen. Diese Zonen dürfen nur mit einer Crit'Air-Plakette befahren werden (Bußgeld 68 Euro). Für Oldtimer kann es Ausnahmeregelungen geben (z.B. den 24-Stunden-Pass, der vorher beantragt werden muss). Ob Ihr Oldtimer in der jeweiligen Zone fahren darf, müssen Sie vorher erfragen.
Neu: KI-Blitzer erfassen mehrere Verstöße gleichzeitig. Seit 2025 rüstet Frankreich seine rund 4.000 festen Radaranlagen mit Künstlicher Intelligenz auf. Die neuen Geräte können gleichzeitig Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand, Gurtpflicht und Handynutzung am Steuer erfassen – und für jeden Verstoß separat ein Bußgeld ausstellen. Wer also mit dem Handy am Ohr zu schnell und zu dicht auffährt, riskiert gleich dreimal die Standardstrafe von 135 Euro auf einmal. Radarwarngeräte und -Apps bleiben verboten.
Neu seit 1. Januar 2025: Tempo 50 auf der Pariser Ringautobahn. Auf dem Périphérique gilt seit Jahresbeginn 2025 durchgehend Tempo 50 km/h – vorher waren es 70 km/h. Die Überwachung ist lückenlos. Wer mit dem Oldtimer Paris ansteuert, sollte das unbedingt kennen.
Tipp für Motorradfahrer: In Frankreich gilt neben der Helmpflicht zusätzlich eine Handschuhpflicht – auch für Beifahrerinnen und Beifahrer. Und: Telefonieren mit Kopfhörern sowie Musikhören über Kopfhörer ist im Fahrzeug verboten. Nur Freisprechanlagen sind erlaubt.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Innerorts:
Bis 20 km/h zu schnell: 135 Euro
21–30 km/h zu schnell: 135 Euro
31–40 km/h zu schnell: 135 Euro
Über 40 km/h zu schnell: 1.500 Euro und Fahrverbot von drei Jahren
Außerorts und auf Schnellstraßen:
Bis 20 km/h zu schnell: 135 Euro
Über 50 km/h zu schnell: mindestens 1.500 Euro und Fahrverbot von drei Jahren
Autobahn:
Bis 20 km/h zu schnell: 135 Euro
Über 50 km/h zu schnell: mindestens 1.500 Euro und Fahrverbot von drei Jahren
Parkverstöße
Allgemeines Falschparken: mindestens 15 Euro
Parken auf gelben Linien: bis zu 135 Euro
Parken vor Krankenhäusern: spezielle Regeln, Bußgelder können variieren
Sonstige Verkehrsverstöße
Rotlichtverstoß: 135 Euro
Überholverstöße: 135 Euro
Handy am Steuer: 135 Euro
Sicherheitsgurt nicht angelegt: 135 Euro pro Person
Fahren ohne Warndreieck und/oder Warnweste: 135 Euro
Nutzung von Radarwarngeräten (inkl. Apps): bis zu 1.500 Euro und Beschlagnahme des Geräts
Alkohol am Steuer
Promillegrenze: 0,5 Promille
0,5 bis 0,8 Promille: 135 Euro
Über 0,8 Promille: 4.500 Euro und bis zu zwei Jahre Haft
Fahren unter Drogeneinfluss: 4.500 Euro und bis zu zwei Jahre Haft
Alkohol und Drogen kombiniert: 9.000 Euro und bis zu drei Jahre Haft
Immer dem Sonnenuntergang entgegen: hier in einem Alfa Romeo
Schweiz: Knöllchen auch in Deutschland vollstreckt
Für Schweiz-Urlauber gilt doppelte Vorsicht: Früher konnte man ein saftiges Knöllchen z. B. wegen Falschparkens einfach aussitzen, wenn man wieder daheim in Deutschland war. Diese Zeiten sind vorbei. Ein neues Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland ermöglicht es den Schweizer Behörden, seit 1. Mai Bußgelder auch in Deutschland zu vollstrecken.
Dies gilt für Geldstrafen ab 70 Euro oder 80 Franken. Da die Schweizer Bußgeldvorschriften erheblich strenger sind als die deutschen, ist dieser Betrag oft schnell erreicht. Beispiele: Zum Beispiel müssen Sie in der Schweiz schon bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h mit einem Bußgeld von mindestens 180 Euro rechnen. Erwischt man Sie mit dem Handy am Steuer, sind gleich 100 CHF (103 Euro) fällig. Außerdem gilt natürlich Vignetten-Pflicht: Wer ohne gültigen Maut-Aufkleber auf Schweizer Straßen unterwegs ist, kann gleich 200 Franken Bußgeld vom Urlaubsbudget abziehen.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Innerorts:
- 1–5 km/h zu schnell: 40 CHF
- 6–10 km/h: 120 CHF
- 11–15 km/h: 250 CHF
- mehr als 25+ km/h zu schnell: Anzeige, Führerschein weg für mindestens 3 Monate
Außerorts:
- 1–5 km/h: 40 CHF
- 6–10 km/h: 100 CHF
- 11–15 km/h: 160 CHF
Autobahn:
- 1–5 km/h: 20 CHF
- 6–10 km/h: 60 CHF
- 11–15 km/h: 120 CHF
- 16–20 km/h: 180 CHF
- Über 35 km/h: Anzeige, Führerausweisentzug für mindestens 3 Monate
Parkverstöße:
Parken im Haltverbot: 120 CHF (123 Euro)
Fahrzeug kann in Österreich beschlagnahmt werden
Was für die Schweiz gilt, gilt auch für unsere Nachbarn in Österreich: Bußgelder wie Knöllchen aus der Alpenrepublik können auch in Deutschland vollstreckt werden. Möglich machen es internationale Abkommen. Die Verkehrsverstöße in Österreich haben aber keinen Einfluss auf Ihr Punktekonto in Flensburg – sie werden nicht angerechnet.
Seit zwei Jahren gilt eine verschärfte Raserei-Regelung: Bei mehr als 60 km/h zu schnell innerorts oder 70 km/h zu schnell außerorts kann die Polizei das Fahrzeug an Ort und Stelle beschlagnahmen. Wer sogar mehr als 80 km/h innerorts oder 90 km/h außerorts zu schnell fährt und bereits als Wiederholungstäter gilt, riskiert die Versteigerung des Fahrzeugs – vorausgesetzt, Fahrer und Eigentümer sind identisch. Für Leasing- oder Mietfahrzeuge sowie Fahrzeuge anderer Halter gilt in diesem Fall ein Fahrverbot für das betreffende Fahrzeug.
Neu seit 2024: Die 1-Tages-Vignette. Wer nur auf der Durchreise ist oder einen Tagesausflug in Österreich plant, kann diese nutzen – für Pkw kostet sie aktuell 9,30 Euro, für Motorräder 3,70 Euro. Die Jahresvignette 2026 kostet 115,40 Euro. Die Vignette ist sowohl als klassische Klebevignette als auch als digitale Variante erhältlich.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Innerorts:
Bis 20 km/h zu schnell: 29 bis 60 Euro
Über 40 km/h zu schnell: mindestens 300 Euro, eventuell höhere Strafen möglich
Außerorts:
Bis 20 km/h zu schnell: 20 bis 50 Euro
Über 40 km/h zu schnell: 70 bis 2.180 Euro
Autobahn:
Bis 20 km/h zu schnell: 30 bis 60 Euro
Über 50 km/h zu schnell: bis zu 2.180 Euro
Parkverstöße
Parken im Halteverbot: ab 20 Euro
Falschparken auf Geh- und Radwegen oder Schutzstreifen: 50 bis 110 Euro
Sonstige Verkehrsverstöße
Handy am Steuer ohne Freisprecheinrichtung: 100 Euro
Nichtbildung einer Rettungsgasse: bis zu 726 Euro
Alkohol am Steuer (0,5 bis 0,79 Promille): 300 bis 3.700 Euro; ab 0,8 Promille droht ein Fahrverbot von mindestens einem Monat, bei über 1,6 Promille Führerscheinentzug für mindestens sechs Monate
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Italien: Die schärfste Reform Europas – der neue Codice della Strada
Wer 2026 mit dem Oldtimer nach Italien fährt, sollte eine wichtige Neuerung kennen: Seit dem 14. Dezember 2024 gilt der neue Codice della Strada – eine der umfangreichsten Reformen der italienischen Straßenverkehrsordnung seit Jahrzehnten. Die Bußgelder wurden teils drastisch erhöht.
Handy am Steuer – jetzt richtig teuer. Bereits beim ersten Verstoß drohen 250 bis 1.000 Euro Bußgeld und mindestens eine Woche Führerscheinentzug. Wer innerhalb von zwei Jahren ein zweites Mal erwischt wird, zahlt bis zu 1.400 Euro und riskiert drei Monate ohne Führerschein.
Geschwindigkeit – kein Spielraum mehr. Schon ab 10 km/h zu schnell drohen bis zu 700 Euro Bußgeld. Wer mehr als 40 km/h zu schnell fährt, zahlt bis zu 2.170 Euro. Bei über 60 km/h werden bis zu 3.382 Euro fällig – dazu kommt Führerscheinentzug für bis zu ein Jahr.
Alkohol – Null-Toleranz verschärft. Bereits ab 0,5 Promille drohen 573 bis 2.170 Euro Bußgeld sowie Führerscheinentzug von 3 bis 6 Monaten. Zwischen 0,8 und 1,5 Promille verdoppeln sich die Strafen. Ab 1,5 Promille sind bis zu 6.000 Euro Bußgeld, Führerscheinentzug für bis zu zwei Jahre und Freiheitsstrafen möglich.
Blitzer werden angekündigt. Seit Juni 2025 müssen neue Messanlagen mindestens einen Kilometer vorher angekündigt werden. Versteckte Blitzer sind verboten. Innerorts gilt zudem ein Mindestabstand von einem Kilometer zwischen zwei Messanlagen.
Sommerreifen-Pflicht beachten. Zwischen dem 16. Mai und dem 15. Oktober sind Winterreifen mit zu niedrigem Geschwindigkeitsindex in Italien verboten. Bußgelder bei Verstoß: bis zu 1.862 Euro. Auch bei Mietwagen gilt diese Regelung – prüfen Sie also vor Antritt der Reise Ihre Bereifung.
ZTL-Zonen nicht vergessen. Verkehrsbeschränkte Innenstadtzonen (Zona a Traffico Limitato) existieren in vielen italienischen Städten. Wer ohne Genehmigung einfährt, riskiert empfindliche Bußgelder – und der Bescheid kommt oft erst Wochen später per Post nach Hause.
Italien lockt mit gutem Wetter und bezaubernder Architektur: eine Kirche in Sant'Ampelio in Ligurien
Mittagsbierchen wird teuer in Dänemark
Im Land der fröhlichen Nordlichter versteht man bei Alkoholverstößen überhaupt keinen Spaß. Wer in Dänemark mit mehr als 0,5 Promille am Steuer erwischt wird, kann mit einem Bußgeld rechnen, das sich aus dem Promillewert multipliziert mit dem Nettoeinkommen berechnet. Beispiel: Nettoeinkommen 3.000 Euro × 0,5 Promille macht 1.500 Euro Strafe. Wie schnell erreicht man 0,5 Promille? Faustregel: Eine 60 Kilogramm schwere Frau hat schon nach knapp 1,5 Flaschen Bier (eine Flasche à 0,33 Liter mit 4,8 Vol.-%) diesen Blutalkoholspiegel. Ein 70 Kilogramm schwerer Mann braucht für 0,5 Promille etwa zwei Flaschen Bier à 0,33 Liter. Also besser gar nichts trinken! Außerdem gilt: In Dänemark muss tagsüber zwingend mit Abblendlicht oder Tagfahrlicht gefahren werden – beides ist zulässig. Wer ohne jegliches Licht fährt, riskiert ein Bußgeld von rund 67 Euro.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Innerorts:
- Bis 20 km/h zu schnell: mindestens 135 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: mindestens 300 Euro
Außerorts und auf Schnellstraßen: - Bis 20 km/h zu schnell: mindestens 135 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: mindestens 300 Euro
Autobahn: - Bis 20 km/h zu schnell: mindestens 135 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: mindestens 300 Euro
Parkverstöße
- Allgemeine Parkverstöße: ab 70 Euro
- Parken in der Nähe von Kreuzungen und Einmündungen (innerhalb von 10 Metern): mindestens 70 Euro
Sonstige Verkehrsverstöße
- Rotlichtverstoß: 270 Euro
- Überholverstöße: 270 Euro
- Handy am Steuer: 200 Euro
- Sicherheitsgurt nicht angelegt: 200 Euro
Der malerische Strand von Thorup in Nordjütland: Es ist der einzige aktive Anlandungsort für Küstenfischer, den es noch in Dänemark gibt
Kroatien: billig war einmal
Auch im beliebten Urlaubsland an der Adria sind nicht nur die Restaurantpreise seit der Einführung des Euro gestiegen – auch bei Verkehrsverstößen wird ordentlich hingelangt.
Geschwindigkeitsüberschreitungen
Innerorts:
- 1-10 km/h zu schnell: 40-65 Euro
- 11-20 km/h zu schnell: 65-130 Euro
- 21-30 km/h zu schnell: 130-265 Euro
- 31-50 km/h zu schnell: 265-670 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: ab 670 Euro
Außerorts:
- 1-10 km/h zu schnell: 40-65 Euro
- 11-20 km/h zu schnell: 65-130 Euro
- 21-30 km/h zu schnell: 130-265 Euro
- 31-50 km/h zu schnell: 265-670 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: ab 670 Euro
Autobahn:
- 1-10 km/h zu schnell: 40-65 Euro
- 11-20 km/h zu schnell: 65-130 Euro
- 21-30 km/h zu schnell: 130-265 Euro
- 31-50 km/h zu schnell: 265-670 Euro
- Über 50 km/h zu schnell: ab 670 Euro
Parkverstöße
- Falschparken in einer Zone mit Parkverbot: ab 40 Euro plus eventuelle Abschleppkosten
- Parken in Bereichen für Behinderte ohne Erlaubnis: ab 265 Euro
- Parken in einer gebührenpflichtigen Zone ohne Zahlung: ab 20 Euro plus Zusatzkosten
Weitere Verkehrsverstöße
- Fahren ohne Sicherheitsgurt: 65 Euro
- Handynutzung ohne Freisprecheinrichtung: 65 Euro
- Überfahren einer roten Ampel: ab 265 Euro
- Fahren unter Alkoholeinfluss (0,5 - 0,8 Promille): ab 395 Euro, mögliche Fahrverbote und Fahrzeugbeschlagnahmung
- Fahren unter Alkoholeinfluss (über 1,5 Promille): ab 1.500 Euro, Fahrverbot bis zu 2 Jahre, Fahrzeugbeschlagnahmung und Freiheitsstrafe
Hinweis Lichtpflicht: In Kroatien gilt vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März eine tagsüber geltende Lichtpflicht auf allen Straßen. Wer im Herbst oder Winter an der dalmatinischen Küste entlangfährt, sollte das im Hinterkopf behalten.
Die Küstenlandschaft von Stara Baška auf der Insel Krk in Kroatien mit Blick auf die Adria.
Schafft Ihr Klassiker die Reise?
Bevor Sie mit Ihrem Oldtimer oder Youngtimer in den Urlaub starten, sollten Sie bedenken: Ältere Fahrzeuge sind völlig anders ausgestattet; oft fehlen ihnen heute selbstverständliche Sicherheitsfeatures wie ABS und Airbags. Fahren Sie daher besonders vorausschauend – lieber etwas langsamer, aber dafür entspannt ans Ziel.
Beachten Sie auch, dass anspruchsvolle Routen mit steilen Alpenpässen oder langen Etappen der Technik eines 50 oder 60 Jahre alten Klassikers einiges abverlangen. Planen Sie deshalb regelmäßig Pausen ein. Gerade bei großer Hitze tut die Abkühlung Mensch und Maschine gut.
Gute Vorbereitung auf den Roadtrip
Die wichtigste Voraussetzung für eine unbeschwerte Reise ist der technische Check-up vorab, idealerweise in einer Fachwerkstatt. Motor, Bremsen, Lenkung, Beleuchtung und Reifen müssen genau kontrolliert werden. Tauschen Sie Teile mit erkennbaren Verschleißerscheinungen lieber rechtzeitig aus.
Zudem gehört ein grundlegendes Sortiment an Werkzeug und den wichtigsten Ersatzteilen ins Gepäck – ebenso wie ein frischer Ölwechsel vor der Abfahrt. Denn im Ausland oder abseits großer Städte sind passende Komponenten für historische Fahrzeuge oft nicht mal eben schnell erhältlich.
Tipp: Prüfen Sie rechtzeitig Ihren Versicherungsschutz. Für Oldtimer ist ein spezialisierter Schutzbrief dringend zu empfehlen, damit Sie und Ihr Fahrzeug im Fall einer Panne sicher und unkompliziert nach Hause transportiert werden.
Der Notfallplan für unterwegs
Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, sollten Sie einen Notfallplan erstellen und eine Mappe mit den wichtigsten Unterlagen im Handschuhfach bereithalten. Das ist besonders bei Fahrten ins Ausland unverzichtbar.
Ihre Checkliste für die Dokumentenmappe:
- Versicherungsunterlagen (inkl. Grüner Karte / Internationaler Versicherungskarte) und Notrufnummern
- Telefonnummer der heimischen Vertrauenswerkstatt für fachliche Rückfragen
- Kontaktdaten von Pannenhilfen im Reiseland
- Adressen von spezialisierten Werkstätten entlang der Route
- Übersicht zu den wichtigsten Verkehrsregeln und Tempolimits im Ausland
Ebenfalls an Bord gehören: Aktuelles Kartenmaterial (falls das GPS ausfällt), ein geprüfter Feuerlöscher sowie eine vollständige und gültige Erste-Hilfe-Ausrüstung.
Mit Material von Bussgeldkatalog.net
Mehr Infos zu Bußgeldern und Verkehrs-Vorschriften für Deutschland und Europa finden Sie u.a. hier
Fotos: OCC Assekuradeur | Bernhard Eder | Adobe Stock | Agenzia per la Promozione Turistica in Liguria | Visit Denmark | Wikimedia commons
Vor der Tour sollten Sie Ihren Klassiker auf Herz und Nieren prüfen, die Strecke kann für die betagte Technik strapaziös sein
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