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So erlebte ich* die
OCC-Küstentrophy

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Von Katharina Finger*

Sie gehört zu den schönsten deutschen Oldtimer-Rallyes – die OCC-Küstentrophy. Die romantischen Strecken entlang der Ostsee, die Stopps in kleinen norddeutschen Städten und die familiäre, unaufgeregte Atmosphäre begeistern die teilnehmenden Teams jedes Mal aufs Neue. Doch die 11. Ausgabe der Küstentrophy war für uns eine besondere Herausforderung.

12 Monate Planung

Die Planung für so ein Event beginnt in der Regel zwölf Monate vorher. Wir müssen Hotels buchen, Sponsoren kontaktieren, den technischen Ablauf organisieren, mit Behörden verhandeln und natürlich die Teilnehmer beraten. Schon im März stand fest, dass wir unseren ursprünglich geplanten, festen Termin im Juni nicht halten können – wegen der Corona-Pandemie. Im Rallye-Orgateam, zu dem ich gehöre, einigten wir uns zügig auf das neue Datum im September und hofften nicht nur auf schönes Wetter! Gottseidank trudelten dann frühzeitig die ersten Anmeldungen neuer Interessenten und bereits erfahrener Küstentrophy-Teilnehmer ein, so dass wir vom 17. - 19. 9. 2020 mit rund 90 Teams unterwegs sein durften. Als Rallyebasis diente uns das neueröffnete schicke Hotel SlowDown in Lübeck-Travemünde, direkt neben der Marina und in unmittelbarer Nähe zum Strand. Am 1. Tag der Rallye begrüßte OCC-Geschäftsführerin Désirée Mettraux herzlich alle OCC-Küstentrophy-Teilnehmer persönlich, unten ihnen auch NDR-Moderator Hinnerk Baumgarten (Foto).

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Erst Schloss Plön, dann Stau in Kiel

Nach erfolgter Akkreditierung, technischer Abnahme und dem Teilnehmerbriefing starteten die Teams dann am Vormittag von der Priwallpromenade Richtung Nordwesten. Am prachtvollen Schloss Plön (im 17. Jahrhundert erbaut, ehemalige Residenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Plön) wartete die erste Wertungsprüfung. Zum Mittagessen in Kiel kamen einige Teams mit Verspätung, ein Stau bremste sie aus. Für manche Teilnehmer blieb wenig Zeit, sich zu stärken. Sie rannten zu ihren Wagen, um wieder im richtigen Zeitslot zu starten.

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OCC-Souvenirs begehrt

Nachmittags wurde Grömitz angesteuert. Dort verteilten wir Klatschpappen mit dem OCC-Logo an die zahlreichen Zuschauer. Doch die meisten Stimmungsmacher wanderten sofort als Souvenir in die Taschen. Die traumhafte Kulisse am Yachthafen samt historischer Automobile faszinierte die Oldtimerfans. Weniger faszinierend war für die Küstentrophy-Absolventen offenbar auch ein Kreisel in Grömitz, den viele einfach übersahen und vorbeifuhren. Da der Kreisel aber ein Stempelpunkt war, mussten die Oldtimer wieder umkehren. Bei Sonnenuntergang trudelten alle Teilnehmer wieder auf der Priwall-Promenade im „Basislager“ ein.

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Mecklenburger Alleen und ein Schloss

Die zweite Etappe führte uns am Samstag durch eindrucksvolle Strecken in Mecklenburg-Vorpommern. Ausgehend von Travemünde rollten die Klassiker über die typischen Alleen im Nordosten nach Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und weiter nach Neustadt-Glewe. Von der im 13. Jahrhundert erbauten Burg ging es gut gestärkt zu weiteren Rallyestopps und Wertungsprüfungen. Am späten Nachmittag dann der Zieleinlauf auf der Priwall-Promenade. 500 km in zwei aufregenden Tagen, das gab eine Menge Gesprächsstoff abends im Hotel.

OCC Küstentrophy 2020 Samstag 16

2021 folgt Nummer 12

Wenn Sie sich fragen, wer immer die tollen Strecken auf der Küstentrophy auswählt: Es ist der ehemalige Rallye-Europameister Armin Schwarz, der OCC berät. Auch nächstes Jahr sucht der Profi wieder atemberaubende Strecken und Ziele für OCC aus, denn vom 10. - 12. Juni 2021 startet die 12. Küstentrophy. Fahren Sie doch einfach mal mit!

*Katharina Finger ist Marketing Managerin Events & Sponsoring bei OCC

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