OCC-Vertrieb gibt digitale Antwort in Corona-Krise

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Der Vertrieb ist das Herzstück in jedem Unternehmen. Die Mitarbeiter informieren Kunden über neue Produkte, geben Ratschläge, helfen bei Problemen. Der OCC-Vertrieb mit seinen Key-Account-Managern ist auf Messen, Workshops und Veranstaltungen wichtigster Ansprechpartner und immer ganz nah beim Kunden. Das persönliche Gespräch zählt. Doch wie soll das jetzt mitten in der Corona-Krise funktionieren? Die meisten Büros und Kundencenter sind verwaist, Menschen müssen 1,5 m Abstand halten, sollen nicht reisen und eigentlich zu Hause bleiben.
OCC-Geschäftsführer Jean-Pierre Gevert* erklärt im Interview, wie das Vertriebsgeschäft trotz Corona weiterläuft.

Arbeitet der Vertrieb bei OCC noch?

Jean-Pierre Gevert: „Ja klar und wie! Wir sind zum Glück mittlerweile in der Lage, auch in Remote zu arbeiten. Der Vertrieb schläft bekanntlich nie und für die Mitarbeiter im Außendienst war die Umstellung am einfachsten. Ich arbeite sei mittlerweile 12 Jahren in diesem Modus. Die aktuelle Situation hat uns im Vertrieb also vor nicht allzu große Herausforderungen gestellt – darüber sind wir sehr glücklich.“

Was hat sich für die Mitarbeiter durch die Corona-Krise geändert?

Wir passen natürlich auf, dass wir den persönlichen Kontakt auf ein absolutes Minimum reduzieren. Meetings finden nur noch im Zoom-Modus, also als Videokonferenz, statt. Geschäftsessen, persönliche Gespräche, ja auch der berühmte Handschlag fehlen momentan, das sind schon Dinge, die den Vertrieb irgendwo ausmachen - eben der ganz persönliche Kontakt. Auf der Habenseite steht dafür eine deutliche Steigerung der Effizienz in Meetings, man beschränkt sich nur noch auf das Wesentliche und schafft gefühlt mehr in der Hälfte der Zeit. Und aktuell fallen gar keine Reisekosten an, das freut natürlich unseren Buchhalter sehr…“

Wie gelingt es OCC, den Kontakt zu Maklern und Vertretern zu halten?

Wir nutzen die gleichen Tools, die wir auch für den Kontakt mit unseren Mitarbeitern nutzen. Programme wie WhatsApp, Slack und Zoom werden zum normalen Medium und helfen in der aktuellen Lage enorm. Wir kommunizieren aber mittlerweile auf allen Kanälen: vom klassischen Newsletter per Mail bis hin zu TikTok-Videos. Die digitalen Möglichkeiten sind heute unbegrenzt verfügbar. Man kann heute mit z.B. Videobotschaften auf den Punkt genau kommunizieren und für die Botschaften den richtigen Zuhörerkreis auswählen. Die Geschwindigkeit der heutigen Kommunikation mit der Passgenauigkeit in den Themen für die einzelnen Zielgruppen fasziniert mich. Daran wollen wir weiter arbeiten.


Verzögern sich durch die allgemeine Lage die Abrechnungen für Makler/Vertreter?

„Nein, man kann durchaus sagen, dass insbesondre der Vertrieb am besten auf diese Situation vorbereitet war. Wir merken wenig Abbruch im Kontakt mit den Vertriebspartnern. Auch dort wird weiterhin fleißig gearbeitet und jeder nutzt die digitalen Kommunikationsformen.“


In den nächsten Monaten fallen fast alle Messen und Vertriebsveranstaltungen (z.B. die OCC-Roadshow) aus, wie steuert OCC dagegen?

Wir haben da eine gute Idee, an deren Umsetzung wir aktuell arbeiten. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber OCC wird sich etwas einfallen lassen – Sie dürfen gespannt darauf sein. Es wird eine digitale Antwort sein.“


Welchen Vorteil bietet das neue Maklerportal?

In den kommenden Wochen werden wir nun endlich unser Vermittlerportal launchen. Darauf haben wir im Vertrieb lange gewartet, denn es bietet uns die Möglichkeit, schnell mit unseren Vertriebspartner zu kommunizieren. Das ist auch der Anspruch, dem wir uns stellen müssen. Das Portal wird dem Vermittler die Möglichkeit geben, das Angebot vom Kunden selber in einen Antrag zu verwandeln und mit seinem Kunden zum Abschluss zu bringen. Elektronische Versicherungsbestätigungen werden sofort im Portal generiert. Verträge und Schadenfälle werden einsehbar sein - und noch vieles mehr. Außerdem werden wir dort auch die Abrechnungsdokumente einstellen, sowie alle Schriftstücke, die sowohl der Kunde als auch der Vermittler von uns erhalten haben. Wir wollen so 100 Prozent Transparenz schaffen.“

Wie garantiert OCC seine Erreichbarkeit für Kunden und Geschäftspartner?

Man muss das im Kontext sehen. Das neue Maklerportal wird uns die Möglichkeit geben, schnell und effizient Geschäftsvorgänge zu bearbeiten. Das ermöglicht uns natürlich, in den klassischen Kommunikationskanälen wie Telefonie und E-Mail das Tempo deutlich zu erhöhen. Trotz unseres hohen Digitalisierungsgrades wollen wir aber das Telefon nicht abschalten und auch die klassische Mail wird weiter genutzt. Nur künftig nutzen wir beides verstärkt, um in Ruhe fachliche Auskünfte zu geben oder kniffelige Fälle zu besprechen. Ein Portal kann eben nicht jeden Vorgang abwickeln, dazu braucht es auch weiterhin kompetenten Service am Telefon. Aber wir gehen auch neue Wege, seit einigen Wochen ist unser Chatbot OCCY unermüdlich im Einsatz. Wir füttern ihn ständig mit neuem Wissen und hoffen, dass er als Teil der OCC-Mannschaft immer besser wird.

* OCC-Geschäftsführer Jean-Pierre Gevert (Foto unten) hat den Vertrieb von der Pike auf gelernt und fast 12 Jahre bei der Allianz im Management Programm Vertrieb alle Stationen durchlaufen: Als Kundenberater vor Ort in einer Agentur, Assistenz der Geschäftsleitung und als Führungskraft im Vertrieb in der Funktion des Bereichsleiters.

Jpg

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