Der Toyota, der für seinen Namen nichts kann

Corona toyota zwischengas archiv

Für seinen Namen kann er nichts, trotzdem ist der Toyota Corona echten Oldtimer- und Youngtimer-Freunden ein Begriff. 1971 startete der japanische Autogigant Toyota seinen Vertrieb in Deutschland. Von Köln aus mit zunächst 7 Mitarbeitern beginnt die Toyota-Erfolgsgeschichte in der Bundesrepublik. Werbeslogan 1974: „Mit weniger Auto sollten Sie nicht zufrieden sein“.

Erstes verkauftes Modell der Asiaten in Deutschland war ein Corolla 1211 Coupé. Der Corona (spanisch: Krone), der später kam, war das Mittelklasse-Modell der Asiaten. 1957 zunächst als Oberklasse-Limousine eingeführt, avancierte der Japaner zum Welterfolg.

Viel Chrom und Außenspiegel auf der Motorhaube

In Deutschland stand er Mitte der 70er mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Triebwerk und 89 PS bei den Toyota-Händlern (Neupreis ab 11.600 D-Mark). Markant und fast staatsmännisch wirkten die Außenspiegel, die vorn seitlich links und rechts der Motorhaube saßen. Mit Chrom wurde nicht gegeizt, die Designer orientierten sich klar an amerikanischen Vorbildern, wie es in der Zeit üblich war.

Sicherheit geht vor

Toyota führte damals bei der Corona-Reihe übrigens das „Preventive Safety-Care“-Konzept ein. Das bedeutete in den 1970er Jahren immerhin schon Knautschzone, eine stabile Fahrgastzelle, Sicherheitsgute mit Warnlampe und eine Sicherheitslenksäule. Im Innenraum erwartete den Fahrer zeitgenössischer Kunststoff, ein dünnes Lenkrad und drei Rundinstrumente, die tief versenkt waren. Käufer hatten die Wahl zwischen der Limousine und einem Coupé, später kam noch der Liftback (eine Schrägheck-Version) dazu.

Markanteste Corona-Baureihe war die intern RT-40 genannte Corona aus der ersten Serie, der von 1965 bis 1970 gebaut wurde: Doppelscheinwerfer in einem leicht angeschrägten, rechteckigen Kühlergrill. In der Schweiz konnte man schon in den 1960er Jahren diesen Corona erwerben. Weltweit wurden 1,8 Millionen Exemplare vom RT 40 verkauft. Er gilt als erstes japanisches Auto, das im auch Westen akzeptiert wurde.


Diese Preise erzielen Corona heute

Welche Preise erzielen die Japaner heute als Oldtimer? Wagen aus den 1960er sind sehr rar, da sie nicht nach Deutschland importiert wurden. Am ehesten würde man hier noch in der Schweiz fündig. Ein Corona MkII (1968-1972) wird in Zustand 2 mit aktuell 10.500 Euro notiert.

Und in Deutschland? Ganze 21 Exemplare sind laut Kraftfahrtbundesamt (Stand Januar 2019) noch als Oldtimer zugelassen:

- drei Corona Mark II Limousinen und drei Corona Mark II Coupé aus dem Baujahr 1975-77

- sechs Toyota Corona 2000 (Baujahr 1976-1979)

- drei Corona Limousinen und sechs Liftback aus dem Baujahr 1979 – 1981.

Wären sie im Handel, erzielten sie Preise von 8.000 bis 11.000 Euro (Zustand 2).

Übrigens: die aktuelle Bürde des Namens Corona trägt Toyota nicht allein. Vom südkoreanischen Hersteller Golden Bee sind sogar 315 Motoroller mit dem Namen Pegasus Corona 125 in Deutschland zugelassen. (dr)

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